Am Mittwoch, 27. Mai diskutierte Andrea Spycher zusammen mit Regierungsrat Ernst Stocker und Stadtrat Markus Surber die Finanzlage der Stadt Bülach. In der inhaltsgeladenen Diskussion wurde klar, dass auf die Stadt Bülach ohne eine Priorisierung ein Investitionsvolumen von rund 350 Mio. Franken und massive Steuererhöhungen von über 10% zukommen würden. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass eine Stadt wie Bülach Führung, Dossierfestigkeit und Disziplin braucht, um die anstehenden Herausforderungen zu meistern.
Andrea Spycher zeigte eine souveräne Moderation zwischen kantonalen und lokalen Themen. Markus Surber erläuterte die geplanten Investitionen der Stadt Bülach genauso wie die Möglichkeiten zur Eigenfinanzierung - aktuell verfüge die Stadt Bülach jährlich über einen operativen Cashflow von rund 20 Mio. Franken. Zudem erfuhren die Teilnehmenden mehr über den sogenannten Steuerfuss-Ziel-Korridor oder umgangssprachlich die vom Stadtrat definierte freiwillige Schuldenbremse. Ernst Stocker erläuterte die Struktur von Steuereinnahmen, namentlich, dass Steuererhöhungen zum Wegzug von relevanten Steuerzahlenden führt.
In der Diskussion wurde klar, dass die anstehenden Debatten in Stadtrat und Parlament intensiv und inhaltsgeladen sein werden. Mit dem Vergleich zu ähnlichen Prozessen im Kanton zeigte Stocker auf, dass diese aber wichtig und richtig sind und Kompromisse über Parteigrenzen hinweg gefunden werden können. Andrea Spycher moderierte die Runde souverän und versprach - im Falle einer Wahl zur Stadtpräsidentin - eben das auch im Stadtrat zu tun.
Einige Impressionen der Veranstaltung in der Vetropack Hall: