21.01.2026, Interview mit dem Zürcher Unterländer
Im Tages-Anzeiger spreche ich über meine Kandidatur fürs Stadtpräsidium Bülach, mein Wahlkomitee und die breite Unterstützung über Parteigrenzen hinweg.
Der Wahlkampf ums Stadtpräsidium Bülach tritt in die heisse Phase: Unzählige Plakate säumen die Strassen, Wahlkampfveranstaltungen stehen an, und die persönlichen Websites werden aktualisiert. Bei allem Elan: Allein ist das kaum zu stemmen. Sowohl der bisherige Amtsinhaber Mark Eberli (EVP) als auch Herausforderin Andrea Spycher (SVP) werden deshalb neben den Parteien von einem persönlichen Wahlkomitee unterstützt. Sie erklären, wer sich für sie engagiert und welche Bedeutung das für sie hat.
Was macht Ihr Wahlkomitee?
Ich habe ein Kernkomitee und ein öffentliches Komitee. Die Mitglieder des politisch breit abgestützten Kernkomitees arbeiten aktiv mit. Sie beraten und unterstützen. Im erweiterten Komitee sind Persönlichkeiten, welche mich mit ihrem Namen, mit Land für Plakate, mit Mundwerbung und im Hintergrund unterstützen.
Wie haben Sie Ihr Komitee aufgebaut?
Verschiedene Menschen habe ich angefragt, weil ich schon mit ihnen zusammengearbeitet habe. Viele haben einen politischen Berührungspunkt mit mir, mit anderen bin ich seit Jahren befreundet. Einige haben mir spontan ihre Unterstützung zugesagt, weil sie sich über meine Kandidatur gefreut haben und sich einen Richtungswechsel im Präsidium wünschen. Besonders gefreut hat mich, dass die FDP mich als Stadtpräsidentin empfiehlt.
Was sind Ihre Erwartungen an das Komitee, auch finanziell?
Alle arbeiten auf freiwilliger Basis mit. Sie positionieren sich öffentlich und schenken mir ihr Vertrauen. Ich bin mir sicher, dass sie alle vorbehaltlos hinter mir stehen. Meine Erwartungen sind deshalb bereits erfüllt. Ich fühle mich getragen und gestützt.
Was wäre ohne das Komitee nicht möglich?
Es wäre schwieriger, verschiedene Bevölkerungsgruppen zu erreichen.
Gibt es auch unerwartete Unterstützung?
Ich bin dankbar und berührt, dass sich mit Nadja Nägeli und Géraldine Wirth zwei dezidiert linke Frauen zu mir bekennen und sich im Kernkomitee für mich einsetzen. Das ist nicht selbstverständlich, denn aufgrund dieser klaren Haltung haben sie auch sehr viel Aufklärungsarbeit in ihrem Umfeld zu leisten. Wir definieren uns nicht nur über unsere politischen Haltungen, sondern kennen uns auch als Menschen.
Welche Personen hat man lieber nicht im Wahlkomitee?
Ich habe bislang keine Interessenten abgewiesen. Eine Abweisung käme für mich dann infrage, wenn ich mit einer Person schlechte Erfahrungen gemacht hätte und ich dieser deshalb nicht vertrauen könnte. Auch wenn sich jemand von der Unterstützung einen persönlichen Vorteil erhofft, würde ich das ablehnen.